Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem Globalen Süden
Mit dem Programm „Forschungszugänge für Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem Globalen Süden“* setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK) für mehr Chancengleichheit, Diversität und epistemische Gerechtigkeit im internationalen Wissenschaftssystem ein. Ziel ist es, junge Wissenschaftler*innen aus dem Globalen Süden gezielt zu fördern, ihre Forschung sichtbar zu machen und sie nachhaltig in Netzwerke der deutschsprachigen Friedens- und Konfliktforschung einzubinden.
Im Rahmen eines jährlich ausgeschriebenen Programms (gefördert durch die Fondation „Avec et pour autres“) erhalten ausgewählte Nachwuchswissenschaftler*innen die Möglichkeit, ihre Forschung auf dem AFK-Kolloquium zu präsentieren und anschließend einen einwöchigen Forschungsaufenthalt an einer Universität oder Forschungseinrichtung in Deutschland zu absolvieren. Der Aufenthalt wird durch ein strukturiertes Mentoring, individuelles Match-Making mit passenden Institutionen, sowie begleitende Online-Formate vor- und nach dem Aufenthalt unterstützt.
Das Programm fördert den Austausch zwischen Globalem Süden und Norden, stärkt unterrepräsentierte Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung und trägt zur kritischen Internationalisierung und Dekolonisierung wissenschaftlicher Wissensproduktion bei. Langfristig entsteht ein internationales Alumni-Netzwerk, das nachhaltige Kooperationen, gemeinsame Projekte und neue Impulse für Forschung und Wissenschaftspraxis ermöglicht.
Jährliche Ausschreibung und Bewerbung
Die nächste Ausschreibung findet voraussichtlich im Juli 2026 statt.
Bewerbung einreichen (Einreichungen sind erst ab Juli 2026 wieder möglich)
Bisherige Nachwuchswissenschaftler*innen
2026
Andrea Neira Cruz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitut CAPAZ. Als Feministin beschäftigt sie sich derzeit mit Gender und Männlichkeit, Konflikten und Übergangsjustiz. Andrea Neira Cruz ist Mitglied des Kollektivs „Männlichkeit in Lateinamerika – Reibungen, Lecks und Brüche” und der Interdisziplinären Gruppe für Gender Studies (GIEG) der Fakultät für Gender Studies der Universidad Nacional de Colombia. Sie promoviert in Anthropologie an der Universidad del Cauca in Kolumbien.
Joel Abah ist Doktorand im letzten Jahr am Institut für Friedens-, Sicherheits- und Humanitäre Studien der Universität Ibadan in Nigeria und Dozent und Forscher an der Prince Abubakar Audu University in Anyigba. Sein akademischer Hintergrund liegt im Bereich Friedens- und Konfliktforschung, mit einer interdisziplinären Ausbildung, die ethnografische Forschung, politische Analyse und kritische humanitäre Studien kombiniert. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Vertreibung, alltägliche Friedensförderung, digitale Technologien und epistemische Gerechtigkeit.